Techniken von Paul Flora

1. Original:

Einmaliges Exemplar, von Hand gezeichnet, teilweise mit Buntstiften oder Aquarellfarben koloriert. Es gibt nur ein Exemplar, abgesehen von möglicherweise ähnlichen Variationen zum Thema.

1.1. Federzeichnung:
Mit der Spitzfeder gezeichnet, im Fall Floras sind es Spitzfedern, deren Produktion eingestellt worden ist (wodurch Fälschungen leichter erkennbar sind), auf handgeschöpften, speziell gefärbten Papieren.

1.2. Bleistiftzeichnung:
Mit Bleistift auf denselben Papieren gezeichnet, wobei diese Gattung bei Flora sehr selten ist.

2. Druckgraphik:

Limitierter Auflagendruck in geringer Stückzahl, normalerweise bei Paul Flora bis maximal 200 Exemplare. Die einzelnen Drucke werden nummeriert (bspw. 1/200 bis 200/200) und vom Künstler handsigniert. Die Platten werden normalerweise in der Druckgraphik vernichtet (bei der Radierung wird die Platte gestrichen = durch zwei Kratzer entwertet; in der Lithographie wird der Stein abgeschliffen). Spätere Abzüge sind sogenannte Raubdrucke und verboten (Dali, Picasso…), sind aber relativ leicht zu entdecken, denn es gibt dann auf jeden Fall 2 Drucke mit derselben Nummer!

2.1. Radierung (Kupferstich)
wird mittels Stichel auf Kupferplatte geritzt (Kaltnadelradierung) oder mit einer Teerschicht überzogen und nach der Ritzung geätzt (Ätzradierung). Letztere Technik ist für den Künstler leichter zu machen. Zur Sicherung der Qualität bis zum letzten Druck wird die Platte manchmal verstählt. (Bei unverstählter Platte bricht der Grat nach ca. 50 Abzügen und die Qualität wird deutlich schlechter)

2.2. Lithographie
wird auf einer Steinplatte (griechisch: lithos=Stein) gezeichnet bzw. gemalt und von diesem abgedruckt. Mehrere Farben bedeutet auch mehrere Steine, übereinander liegende Platten ergeben eine neue Farbe. Als Abart gilt die „Zinkplattenlithographie“, ein irreführender Begriff, denn hier wird auf ganz ähnliche Weise eine Zinkplatte bearbeitet, die aber im Rollenverfahren maschinell gedruckt wird und nicht von Hand. Die „Offsetlithographie“ ist hingegen nur ein Poster (siehe weiter unten)!

3. Druck:

Im Offsetverfahren gedrucktes Bild, das im Grunde unbegrenzte Auflagen zuläßt (Vorsicht: Fälschlich oft zur Irreführung als Offsetlithographie bezeichnet!). Ab und an zur „Veredelung“ nummeriert und signiert, solche Nummerierung und Signatur ist jedoch nur von theoretischem Wert. Somit sind „Kunstdruck“, „Kunstposter“, „Offsetdruck“ u.dgl. die richtige Bezeichnung für die Technik. Dieses Verfahren wird natürlich auch für Bücher, Postkarten etc. angewandt. Technisch gesehen hat der Offset-Druck nur die vier Grundfarben (cyan, yellow, magenta, tiefe=schwarz) und die Punkte liegen in verschiedener Intensität nebeneinander und ergeben im Auge durch die Mischung die Vielfalt der Farbnuancen (vgl. Pointilismus).
Sonderform: Vorzugsausgaben sind Druckwerke im Offsetverfahren, denen bspw. eine Radierung, eine Lithographie oder in besonders bibliophilen Fällen ein Original beigelegt ist. Diese Vorzugsausgaben sind zumeist billiger als deren Einzelkomponenten. (z.B.: Buch „Ein Florilegium“ € 22,- plus Radierung € 230,-, als Vorzugsausgabe zu € 220,-)

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